
Ein Großteil meiner Arbeit besteht darin, Skizzen anzufertigen. Nicht nur zeichnerische Skizzen, sondern ebenfalls Schreibskizzen und musikalische Skizzen.
Die Schreibskizze ist ein nicht zu unterschätzender Teil sämtlicher schriftstellerischer Arbeit und wird nicht zuletzt im Schulunterricht leider völlig vernachlässigt. Die ‘Produktorientierung’ führt dazu, dass nur für ein fertiges, bestimmte (!) Kriterien erfüllendes Werk als gut und gültig anerkannt wird. Arbeitsprozess und Schaffensprozess spielen dabei keine Rolle. Gelehrt werden Stilmittel, die man verwenden muss, um die Kriterien für eine gute Arbeit, ein gutes Werk zu erfüllen. Dass aber die meisten Werke skizzenhafter Natur sind und diese den Weg bereitet haben, eine Grundlage bilden für die Werke die auf ihnen aufbauen, sie ergänzen, oder gar zerstören, für die Werke, die dann als wichtig und wertvoll erachtet werden, für die Werke, nach denen dann Stilmittel und Epochen benannt werden, von diesen skizzenhaften Werken redet sonst kaum einer.
Um aber überhaupt irgendwelche Fortschritte zu machen im gesamten, nicht nur künstlerischen, Schaffen, ist das Anfertigen von Skizzen unerlässlich.
Man muss die scheinbaren Fehler zulassen, die man beim Arbeiten machten, sonst ist alles Tun nur eine bloße Wiederholung.
Die meisten Schüler (und die Vielen, die mal welche waren) tragen ein Unvermögen in sich, Skizzen anzufertigen und anzuerkennen. Dieses Unvermögen haben sie mit einiger Sicherheit in der Schule von ihren Lehrer gelernt. Und von ihren Eltern, die selber einmal Schüler waren.
So viel nur dazu, an dieser Stelle.
Das Projekt ‘AutoWrite’ gilt dem Skizzieren von kurzen Texten mit einem Texteditor. Ich öffne das Programm und beginne zu schreiben. Tippfehler u.ä. bleiben enthalten. Der Titel wird am Ende gewählt. Die Texte werden als JPG-Dokument gespeichert (ScreenShot) und zur Zeit auf meinem Blog ‘Kein Kuenstler’ ausgestellt. Bei entsprechender Sammlung gibt’s dann mal eine Galerie unter triggercult.com.
Solche Skizzen fertige ich schon seit vielen Jahren an, bisher hatte ich aber nicht veröffentlicht.
Alles zu seiner Zeit.
Fertigt Skizzen an!
Alexander-Lars Dallmann